Pressemitteilungen von ProSchulreform Hamburg

Pressemitteilung

 

Hamburg, 29.06.2011

 

 

 

Es muss nicht immer Schreibschrift sein - PROSchulreform besteht nicht auf verpflichtendem Erlernen der Schreibschrift

 

In früheren Jahrhunderten, noch vor der Erfindung des Buchdrucks, haben Mönche ein Lebenswerk vollbracht, indem sie über sehr viele Jahre handschriftlich eine Abschrift der Bibel fertigten. Welch eine Hingabe, welch ein Wille, der Nachwelt etwas Schönes zu hinterlassen.

Heute pustet moderne Print-Technik unglaublich viel bedrucktes Papier pro Sekunde heraus. Wir sehen Computer, Smartphones und SMS und immer weniger konventionelle Briefe privater Natur und stellen fest: die Bedeutung der Schreibschrift ist nicht mehr die, die sie mal war. Die Motivation, sie zu erlernen, mag deshalb heutzutage in Einzelfällen sehr gering sein, und es stellt sich die Frage, ob Schule unnachsichtig darauf achten soll, dass die Schreibschrift auch weiterhin durchgehend von allen Schülerinnen und Schülern erlernt wird. Der Plan in Hamburg ist es, dieses künftig nicht mehr von allen einzufordern. Die Schreibschrift soll optional gelehrt werden und nicht mehr obligatorisch.

 

PROSchulreform begrüßt diese Haltung und sieht darin auch einen Beitrag zur Individualisierung des Lernens. Es droht bei weitem nicht der Untergang des Abendlandes. Die Alphabetisierung, aber auch die Wertschätzung für das Schöne, bleiben ganz unvermindert ein sehr hohes Anliegen. Auch diese Pressemitteilung ist nicht in Schreibschrift geschrieben, der gesellschaftliche Diskurs kommt auch gut mit der Druckschrift klar. Genehmigen wir uns doch alle zum Beginn der Schulferien ein Quäntchen Gelassenheit.

 

 

Elterninitiative PROSchulreform Hamburg e. V.

www.proschulreform.de

Pressesprecher:

Jan Vlamynck (0177-3018142)

E-Mail: jan.vlamynck@proschulreform-hamburg.de

Zum Thema Schulinspektion

 

Bei der ganzen Diskussion über die Schulinspektion wird meiner Meinung nach vergessen, worum es darin eigentlich geht: Es geht nämlich darum, dass die Schulen eine Möglichkeit haben, von außen einen Spiegel vorgehalten zu bekommen und sich anhand dieses Spiegelbildes selbst verbessern. Es geht doch nicht darum, ein Ranking der Schulen aufzustellen. Wir wollen doch, dass alle Schulen gut sind, nicht nur ein paar wenige, die dafür auch noch einen Stempel von der Behörde kriegen.


Aus meinen Erfahrungen machen die Schulinspektoren einen guten Job, in dem sie eine genaue Rückmeldung darüber geben, was wirklich an den Schulen passiert. Es gibt an jeder Schule immer gute und verbesserungswürdige Angelegenheiten. Die Schulinspektion lobt die guten Dinge und zeigt auf, wo es Verbesserungsbedarf gibt. Es liegt nun an den verschiedenen Beteiligten der Schule: Schulleitung, Lehrkräfte, Eltern, Schüler ihre eigene Schule zu verbessern. Dabei kann jede Schule ihren eigenen individuellen Weg gehen. Nach vier Jahren wird geschaut, ob sich etwas verbessert hat. Wenn ja, dann prima, wenn nein, muss nochmal ein Veränderungsprozess angetoßen werden. Eine Veröffentlichung der Resultate der Schulinspektion außerhalb der jeweiligen Schule hat dabei nichts zu suchen und kann in manchen Fällen sogar eher kontraproduktiv sein. Dagegen wirkt sich ein Engagement von allen Beteiligten immer für alle positiv auf das Schulleben und schließlich auf die Ergebnisse der Schulinspektion aus. Und dafür ist sie da.

 

Dr Sonja Isaacs.

 

Verkürzt erschienen im Hamburger Abendblatt am 25. Mai 2011

Pressemitteilung

 

Hamburg, 16.05.2011

 

 

 

Neuer Vorsitzender für PROSchulreform

 

Viele Defizite und Fragestellungen in der Schulpolitik, die 2008 zur schwarz-grünen Schulreform geführt haben, sind durch das Scheitern der Primarschule nicht gelöst worden. Deshalb wird sich PROSchulreform im Kontext einer pluralistischen Gesellschaft auch in Zukunft der Bildungspolitik widmen. Dies wurde einstimmig auf der Mitgliederversammlung des Vereins am 12. Mai 2011 beschlossen.

Da die bisherige Vorsitzende Dr. Stefanie von Berg nun der Hamburgischen Bürgerschaft angehört und Mitglied der GAL ist, wurde ein neuer Vorsitzender gewählt – Jan Vlamynck, der von Anfang an bei PROSchulreform aktiv ist. Der Wechsel an der Spitze von PROSchulreform wurde von Frau von Berg als unausweichlich angesehen: „Diesen Schritt gehe ich schweren Herzens, aber ich muss ihn gehen - nicht nur wegen der erhöhten Arbeitsbelastung, sondern auch weil ich andernfalls mit 'zwei Hüten' operieren müsste. Meiner Ansicht nach kann ich nicht als Mitglied einer Bürgerschaftsfraktion und als Vorsitzende einer Elterninitiative zugleich agieren. Das ist für mich eine Frage der Glaubwürdigkeit. Ich freue mich jedenfalls sehr, im neuen Vorsitzenden einen engagierten Nachfolger gefunden zu haben, der unseren Weg weitergehen wird.“ Die Mitgliederversammlung dankt Stefanie von Berg für das lange und außerordentlich engagierte Wirken an der Spitze des Vereins über viele Jahre und wird auch unter dem neuen Vorsitzenden Jan Vlamynck den Zielen des Vereins treu bleiben.

 

 

Elterninitiative PROSchulreform Hamburg e. V.

www.proschulreform.de

Pressesprecher:

Jan Vlamynck (0177-3018142)

E-Mail: jan.vlamynck@proschulreform-hamburg.de

PM Neuer Vorsitzender von PROSchulreform Hamburg e.V.
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Pressemitteilung 

 

Hamburg, 10.02.2011 

 

 

Zu den Thesen Amy Chuas

 

 

Die chinesisch stämmige Amerikanerin Amy Chua hat mit ihren Thesen die Diskussion um Erziehungsmethoden neu entfacht. Ihr Glaube, mit Zwang und Bestrafung Spitzenleistungen erreichen zu können, geht in die Irre. Die wichtigste Erkenntnis der wissenschaftlichen Pädagogik - mit der sich auch eine Professorin wie Frau Chua auseinandersetzen sollte - ist, dass ein Kind seine Fähigkeiten nur dann optimal entfalten kann, wenn es als Person ernst genommen wird. Demgegenüber führt Zwang, selbst wenn das Kind unter ihm bestimmte Fähigkeiten ausbildet, immer auch zu schweren Schäden an anderen Stellen.

 

Im Übrigen sind die Thesen schon deshalb inakzeptabel, weil sie schlicht menschenverachtend sind - auch wenn Frau Chua angeblich nur im Interesse ihrer Kinder handelt. Sie instrumentalisieren die Kinder und verleugnen deren legitime Eigeninteressen. Auch wirtschaftlicher Erfolg kann eine solche Ideologie nicht rechtfertigen.

 

Politisch unterminieren diese Erziehungsmethoden ein demokratisches und auf die Selbstständigkeit der Bürgerinnen und Bürger gründendes Staatswesen. Dieses muss als Erziehungsideal das genaue Gegenteil der Methodik von Amy Chua verfolgen.

 

Auch ganz praktisch können die Thesen nicht überzeugen:

  • Wenn Kinder nur noch Spitzenzensuren nach Hause bringen dürfen, kann das in der Breite der Bevölkerung niemals funktionieren. Da sich die Zensuren dem Niveau anpassen, gibt es immer ein Streuung. Damit reduziert sich der Ehrgeiz von Frau Chua zu einem reinen Konkurrenzdenken gegenüber den Mitschülern, die damit zu Rivalen um Noten degradiert werden. Das dahinter stehende Menschenbild verleugnet alle sozialen Aspekte.
  • Auch Frau Chua kann ihre Kinder nur in wenigen Disziplinen zu Höchstleistungen zwingen. Warum sind ihre Kinder nicht auch noch Großmeister im Schachspielen? Warum nicht neben Klavier- auch im Harfespielen? Warum gerade im Klavierspielen? Warum brauchen ihre Kinder in Sport und Theater keine Spitzenleistungen zu bringen? Diese Fragen zeigen, dass Frau Chua ihr eigenes Wertesystem ihren Kindern vorschreibt. Gerade hierüber müsste aber eine Auseinandersetzung mit den Kindern stattfinden, die vielleicht auch für Frau Chua erhellend wäre.
  • Wenn alle Eltern ihre Kinder so erziehen würden wie Frau Chua, müsste man ein Zunehmen antidemokratischer Haltungen befürchten. Es kann Frau Chua also nur um kleinbürgerlichen Konkurrenzkampf gehen, den sie jetzt als pädagogisches Konzept überhöht. Mit solchen Ideologien haben wir in Deutschland schon ganz schlechte Erfahrungen gemacht.

 

 

Erziehung muss darauf gerichtet sein, Menschen in ihrer Entwicklung zu unterstützen und sie in ihrem Weg zu einer selbstständigen Person zu begleiten. Dabei nimmt ein beständiger Dialog mit Eltern, Lehrern, Freunden und Fremden ständig Einfluss auf das Kind. Einfacher Zwang ist dafür aber ein ganz unerlaubtes und unbrauchbares Mittel.

 

Auf die Situation in Hamburg und Deutschland bezogen bedeutet das, dass wir die Schritte in Richtung eines schülerorientierten und persönlichkeitsfördernden Unterrichtes entschlossen fortsetzen sollten und die Thesen von Frau Chua das sein lassen sollten, was sie sind: der Versuch der Selbstrechtfertigung einer ehrgeizigen, eventuell auch überforderten Mutter.

 

 

Elterninitiative "PROSchulreform Hamburg e. V." 

www.proschulreform.de

Pressesprecherin:

Dr. Stefanie v. Berg (0152/01996848)

Email: stefanie.von.berg@proschulreform-hamburg.de

Pressemeldung

 

 

Hamburg, 03.02.2011

Der Frontalunterricht entlässt seine Kinder

 

 

"Das Förderkonzept, das als Konsequenz des neuen Schulgesetzes erstellt wurde, ist unserer Ansicht nach so nicht nachhaltig wirksam", so Stefanie von Berg, die Pressesprecherin der Elterninitiative PROSchulreform. Zum einen sei es völlig unterfinanziert, zum zweiten nur auf kurzfristige Wirkungen ausgerichtet und zum dritten sei es auch unverantwortlich, teilweise nicht grundständig ausgebildete Lehrkräfte gerade den schwachen Schülerinnen und Schülern an die Seite zu stellen. "Insbesondere die Kinder, die schulische Probleme haben, benötigen hochqualifizierte Pädagoginnen und Pädagogen, um ihnen über diese Schwierigkeiten hinwegzuhelfen. Dafür dürften zudem in den allerseltensten Fällen ein paar Wochen ausreichen – zumeist ist hier ein langfristiges Förderkonzept im Sinne einer Lernbegleitung erforderlich." Das Grundübel, so von Berg, sei auch darin zu suchen, dass immer noch viel zu wenig individualisiert unterrichtet werde. Gerade viele der Gymnasien – wie jüngst von der Schulinspektion bestätigt – seien noch zu sehr auf das Selektieren und weniger auf das Fördern ausgerichtet. Obgleich die Lehrmethoden nach und nach flächendeckend modernisiert würden, könne man noch lange nicht von einem individualisierten Unterricht im Sinne einer Neuen Lernkultur sprechen. Das würde dann eben dazu führen, dass schwächere Schülerinnen und Schüler völlig abgehängt würden, "Der Frontalunterricht entlässt seine Kinder."

 

 

Elterninitiative "PROSchulreform Hamburg" 

www.proschulreform.de

Pressesprecherin:

Dr. Stefanie v. Berg (0152/01996848)

E-Mail: stefanie.von.berg@proschulreform-hamburg.de

Hamburg, 14.12.2010

 

Fragen von PROSchulreform Hamburg e. V. an die Parteien zur Bürgerschaftswahl 2011


  Offener Brief und Pressemitteilung –     

 

Sehr geehrte Damen und Herren, 

hiermit bitten wir Sie im Vorfeld der Bürgerschaftswahl 2011 um Beantwortung der nachfolgenden Fragen bis zum 10. Januar 2011:

 

  1. Was werden Sie gegen die ungleiche finanzielle Ausstattung der Schulen tun, die insbesondere durch die Schulvereine entsteht und die dazu führt, dass Schulen in benachteiligten Stadtteilen selbst einfachste Möglichkeiten wie Museumsbesuche etc. nicht wahrnehmen können?
  2. Werden Sie die Klassenfrequenzen auch in den weiterführenden Schulen nach den KESS-Gebieten differenzieren, um Benachteiligungen auszugleichen?
  3. Welche Maßnahmen werden Sie ergreifen, um die Stadtteilschule zu einer wirklich gleichwertigen weiterführenden Schule zu machen, die auch leistungsstarke Kinder anzieht?
  4. Werden Sie das Konzept der ganztägigen Bildung und Betreuung an Schulen (GaBi) inkl. Ferien- und Randzeitenbetreuungen bis 18:00 weiterverfolgen und für welche Verbesserungen der Rahmenbedingungen setzen Sie sich ein?
  5. Werden Sie die Vorschulen erhalten und die Frühförderung ausbauen?
  6. Setzen Sie sich für die Inklusion von behinderten Kindern an den allgemeinbildenden Schulen ein, wie es die UN-Menschenrechtskonvention fordert? Setzen Sie sich auch für die entsprechende personelle und finanzielle Ausstattung der Schulen sowie die Fortbildung der Lehrkräfte ein, damit die Inklusion gelingen kann?
  7. Werden Sie die Zusammenarbeit der Stadtteilschulen mit den berufsbildenden Schulen und der Wirtschaft weiter ausbauen?
  8. Planen Sie, die stadtteilbezogene Zusammenarbeit durch die regionalen Bildungskonferenzen zu steigern?
  9. Stehen Sie zu den Zusagen aus dem sog. Schulfrieden mit Senkung der Klassenfrequenzen, Abschaffung des Büchergeldes etc.?
  10. Sind Sie für die Individualisierung des Unterrichts und die Ausweitung auf alle Schulformen?
  11. Werden Sie die neu entwickelten Bildungspläne umsetzen?
  12. Sorgen Sie dafür, dass die Lernentwicklungsgespräche als ein zentrales Element der Schülerorientierung fortgeführt werden?
  13. Treten Sie ein für längeres gemeinsames Lernen, wie es in der Schulreform von allen Parteien, Verbänden, Pädagogen und Wissenschaftlern gefordert wurde?

Mit freundlichen Grüßen,

 

Dr. Stefanie v. Berg

(1.    (Vorsitzende und Pressesprecherin)

 

 

Elterninitiative "PROSchulreform Hamburg e. V."

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Pressesprecherin:

Dr. Stefanie v. Berg (0152/01996848)

Email: stefanie.von.berg@proschulreform-hamburg.de

Pressemitteilung 

 

Hamburg, 03.01.2011 

 

PROSchulreform begrüßt die Genehmigung von Schulversuchen

 

 

„Wir begrüßen die Genehmigung von vier Anträgen auf längeres gemeinsames Lernen sehr, hoffen aber zugleich, dass auch die drei abgelehnten Anträge eine zweite Chance erhalten“, so Stefanie von Berg, die Sprecherin der Elterninitiative PROSchulreform. „Wir wissen, dass die vier genehmigten Anträge sehr unterschiedlich sind und sich aus der jeweiligen Schulentwicklung und der Situation vor Ort ergeben.“ Es seien nicht einfach nur Anträge auf Primarschule, wie von den Gegnern gerne kolportiert werde. Das sei in der Behörde erkannt worden, sie sei umsichtig mit den Anträgen und den eingereichten Nachbesserungen umgegangen. So sei beispielsweise der Antrag der Schule Rellinger Straße unter anderem daraus hervorgegangen, dass das dort seit vielen Jahren eingeführte jahrgangsübergreifende Lernen auf sechs Jahre ausgeweitet werden sollte. „Einschlägige Studien – wie auch die Erfahrungen der Schule - zeigen, dass drei Jahrgänge pro Lerngruppe den größten Kompetenzzuwachs in allen Bereichen ergeben. Das lässt sich in vier Jahren Grundschule schlicht nicht darstellen“, so von Berg. Die intensive wissenschaftliche Begleitung der vier Schulversuche werde unter anderem zeigen, wie sich der Kompetenzerwerb im Vergleich zu anderen Kindern, die eine vierjährige Grundschule besuchen, darstellt. Diese Begleitung wird über den Besuch der Grundschule hinaus erfolgen, also nachhaltige Lernerfolge festhalten. „Sollte diese Untersuchung zeigen, dass das längere gemeinsame Lernen – so unterschiedlich dies auch an den vier Schulen gestaltet sein mag – überlegen ist, dann wird dies eine Perspektive für ein langfristige, von unten hoch wachsende Veränderung der Schullandschaft sein.“

 

 

 

 

Elterninitiative "PROSchulreform Hamburg e. V." 

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Pressesprecherin:

Dr. Stefanie v. Berg (0152/01996848)

Email: stefanie.von.berg@proschulreform-hamburg.de

Pressemitteilung 

 

Hamburg, 17.12.2010 

 

Besonnene Signale aus der Schulbehörde

 

 

„Grundsätzlich begrüßen wir das Signal aus der Schulbehörde, die Anträge weiter zu konkretisieren, sehr“, so Stefanie von Berg, Sprecherin der Elterninitiative PROSchulreform Hamburg. „Dass die Anträge als noch nicht entscheidungsreif eingeschätzt werden, zeigt, dass sich die Behörde intensiv und sachlich mit den Anträgen auseinander setzt. Es ist nachvollziehbar, dass sich die Behörde am Hamburgischen Schulgesetz wie auch an den gültigen Richtlinien für Schulversuche orientieren muss. Da die sieben Schulen ja keine Anträge auf eine Primarschule, wie es fälschlicherweise immer wieder bezeichnet wird, eingereicht haben, sondern auf unterschiedlichste Art und Weise auf eine Fortführung ihrer jeweils eigenen Schulentwicklung, ist es sinnvoll, die Anträge so präzise wie möglich zu formulieren. Diese zweite Chance werden die Schulen sicherlich sinnvoll nutzen.“

 

Elterninitiative "PROSchulreform Hamburg e. V." 

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Pressesprecherin:

Dr. Stefanie v. Berg (0152/01996848)

Email: stefanie.von.berg@proschulreform-hamburg.de

Pressemitteilung 

 

 

Hamburg, 24.09.2010 

 

 

 

 

 

 

PROSchulreform unterstützt frühkindliche Bildung

 

„Chancengerechtigkeit beginnt früh. Darum ist die frühkindliche Bildung ein Kernanliegen sozialer Bildungspolitik“, so Dr. Stefanie von Berg, die Sprecherin der Elterninitiative PROSchulreform Hamburg. PROSchulreform unterstütze daher das Anliegen des Landeselternausschusses, eine umfassende Förderung der frühkindlichen Bildung in Hamburg zu etablieren. Die Integrationspolitik, die durch die Primarschule angestrebt wurde, müsse nach dem gescheiterten Volksentscheid auf die vorschulische Bildung verlagert werden.

 

„Bildung in allen Lebensaltern ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, so von Berg. „Deshalb muss die Qualität der Kinderbetreuung dringend verbessert werden.“ Zugleich müsse das Gebührensystem gerechter werden. Niemand dürfe durch Gebühren veranlasst werden, sein Kind nicht oder kürzer als eigentlich erforderlich in die Kita zu geben. Die Mittel für eine optimale Förderung müssten nicht nur aus Gründen der Menschlichkeit, sondern in Zeiten schwindender Kinderzahlen auch aus volkswirtschaftlichem Interesse zur Verfügung stehen. Die Ziele der frühkindlichen Förderung und der integrativen Schulreform seien identisch und wiesen den Weg in eine gemeinsame, an den Bedürfnissen der Kinder und der Gleichberechtigung orientierte Bildungspolitik.

 

Der Rückschlag, den die Bemühungen um Integration in der schulischen Bildung durch den Volksentscheid um die Schulreform erlitten haben, sollte Hamburg nicht daran hindern, die frühkindliche Bildung zu einem zentralen Anliegen der Bildungspolitik zu machen. Zur Verbesserung der Qualität der frühkindlichen Bildung, so von Berg, gehöre eine – wie seit Jahren geforderte – bessere Ausbildung der Erzieherinnen und Erzieher sowie eine Einführung von Gruppenfrequenzen in Anlehnung an die KESS-Gebiete der Grundschulen. Das Ziel müsse nicht nur eine noch breitere Betreuung sein, sondern zugleich das Eröffnen gleicher Bildungschancen.

 

„Was Kinder in der Kita lernen, entlastet die Grundschulen und eröffnet auch dort Spielräume, um mehr Kinder besser zu fördern“, so von Berg abschließend.

 

 

 

Elterninitiative "PROSchulreform Hamburg e. V."

www.proschulreform.de

Pressesprecherin:

Dr. Stefanie v. Berg (0152/01996848)

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Hamburg, 27.08.2010 

 

 

Entlarvende Drohungen –
Walter Scheuerl will Eltern bevormunden

 

 

Jetzt zeigt Walter Scheuerls Anti-Schulreform-Gruppe ihr wahres Gesicht und erweist sich als schlechte Gewinnerin: Erweckte sie bislang den Eindruck, sich vorwiegend um ihre eigenen Kinder und deren Chancen zu kümmern ("WIR wollen lernen"), so richtet sich ihr heutiger Vorstoß offenkundig direkt gegen die Chancen anderer Kinder. Es gehört eine Menge Bosheit und Menschenverachtung dazu, 865 „Starterschul-Kindern“ anzudrohen, per Gerichtsbeschluss die Schulkarriere zerstören zu wollen damit und über ihnen ein Damoklesschwert zu errichten.

 

 

Nachdem Herr Scheuerl sich seit Jahren als Sprachrohr und Vertreter des Elternwillens darzustellen versucht hat und eine gemeinsame Verbesserung des Schulsystems als angeblich dogmatisch begründete Bevormundung und „Zwangsbeglückung“ verhindert hat, wendet er sich jetzt gezielt gegen diejenigen Eltern, die sich gemeinsam mit Lehrern und Schülern auf lokaler Ebene für eine verbesserte Schullandschaft einsetzen. Die Eltern, die ihre Kinder im Februar dieses Jahres an einer „Starterschule“ angemeldet haben, haben dies ganz bewusst getan – sie wussten um das Volksbegehren und die Gefahr eines möglichen Volksentscheides. Dennoch haben sie ihre Kinder angemeldet und nach den Sommerferien an den Schulen belassen – unter Zusicherung des Vertrauensschutzes. Die Eltern vertrauen auf die Zusagen aller Beteiligten im Vorfeld des Volksentscheids, dass die „Starterschulen“ unabhängig vom Ausgang des Volksentscheids nicht in Frage stehen. Herr Scheuerl hat sich sogar ausdrücklich für die freiwillige Erprobung des Primarschulsystems ausgesprochen - an den Standorten, wo sich Eltern gemeinsam mit der Schule dieses wünschen.

 

 

Nun will Herr Scheuerl diese Eltern – die lediglich von ihrem Elternwahlrecht Gebrauch machen – bevormunden und „zwangsbeglücken“. Diese Art der Bevormundung zeigt deutlich, dass es Herrn Scheuerl nicht um die bestmögliche Schule und die Vielfalt im Bildungssystem geht, sondern um die in der Tat dogmatische Verteidigung des gegenwärtigen, selektiven Systems gegen jede Art von Veränderung. Dies sollte auch der breiten Öffentlichkeit die Augen für die wirklichen Ziele öffnen, die Herr Scheuerl unter dem Deckmantel des angeblichen Elternwillens verfolgt: Sich selber in Szene setzen, Eltern verunsichern, die Schulen nicht zur Ruhe kommen zu lassen – und damit den Schulfrieden gefährden. Die betroffenen Kinder, Eltern und Schulen werden sich gegen diese Art der Bevormundung entschieden zur Wehr setzen. Gerade die betroffenen Kinder geraten immer mehr in die Schusslinie der politischen Auseinandersetzung. Herr Scheuerl schreckt in seiner Taktik der Verunsicherung auch davor nicht zurück, dass er Unwahrheiten verbreitet: So behauptet er implizit, in den Starterschulen würde keine zweite Fremdsprache angeboten. Vielmehr ist es jedoch so, dass in den meisten Gymnasien die zweite Fremdsprache – genau wie an den Starterschulen – auch erst in der sechsten Klasse beginnt und somit die Anschlussfähigkeit in keiner Weise gefährdet ist.

 

 

„Da Gerichtsentscheidungen von Recht und Vernunft und nicht von Schlagworten und Demagogie bestimmt werden, sehen wir der angekündigten Verfassungsklage sehr gelassen entgegen. Die betroffenen Kinder und ihre Eltern haben staatliche Zusagen bekommen, die nun auch eingehalten werden müssen – das ist ein rechtlich geschützter Raum. Auch ein Eilverfahren hätte keinen Erfolg, wie uns von einem Verfassungsrechtler bestätigt wurde“, so Stefanie von Berg von der Elterninitiative PROSchulreform, die selber ein Kind in einer fünften Klasse einer „Starterschule“ hat. „Es ist reines Taktieren auf dem Rücken der betroffenen Kinder. Zudem fragen wir uns: Wovor hat Herr Scheuerl eigentlich Angst? Wir vermuten, dass er Angst vor dem Erfolgsmodell des sechsjährigen gemeinsamen Lernens hat. Denn die Kinder, die jetzt länger auf ihren Schulen bleiben, werden evaluiert werden – und da wird sich zeigen, dass alle Aussagen hinsichtlich der positiven Auswirkungen des längeren gemeinsamen Lernens bestätigt werden.“

 

 

Elterninitiative "PROSchulreform Hamburg e. V."

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Email: stefanie.von.berg@proschulreform-hamburg.de

Pressemitteilung 

Hamburg, 10.08.2010 

  

Klare Aussage: Starterkinder genießen Vertrauensschutz 

 

„Ich bin heute mit großen Erwartungen zu der Schulausschusssitzung im Rathaus gegangen, da ich selber Mutter eines sogenannten „Starterkindes“ bin. Und ich bin sehr erleichtert, dass es eine ganz klare, rechtlich abgesicherte Aussage der Behörde gegeben hat: Die Kinder, die in der fünften Klasse einer Starterschule angemeldet sind, genießen Vertrauensschutz“, so Stefanie von Berg, die Sprecherin von PROSchulreform Hamburg. Ebenfalls eine klare Aussage gab es zu den bereits freiwillig abgeordneten Lehrkräften an diesen Schulen, da diese Abordnungen bestehen bleiben und die Schulen auf diese Weise Planungssicherheit haben. „Diese Aussagen werden viele Eltern beruhigen – wurden doch durch anders lautende Meldungen erhebliche Unsicherheiten geschaffen. Nun kommen die eigentlich Betroffenen – die Eltern und ihre Kinder – aus den Ferien zurück und können beruhigt in die Zukunft schauen.“ Ebenfalls viel diskutiert wurden im Schulausschuss die weiteren Aussichten der betroffenen Schulen. „Hier wird es nach wie vor laut Schulgesetz die Möglichkeit eines Schulversuches für die Schulen geben, die sich in der Schulkonferenz für längeres gemeinsames Lernen entscheiden. Es sind zwar Hürden zu nehmen, aber die sind durchaus zu meistern“, so von Berg abschließend.

 

Elterninitiative "PROSchulreform Hamburg e. V."

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Pressesprecherin:

Dr. Stefanie v. Berg (0152/01996848)

 

E-Mail: stefanie.von.berg@proschulreform-hamburg.de

Hamburg, 18.07.2010

 

Hamburger Bürgerinnen und Bürger sprechen sich gegen soziale Integration in der Stadt aus

 

„Was für ein trauriger Tag für Hamburg! Mit dem Ausgang des Volksentscheides ist eines klar geworden: Erschreckend viele Hamburger Bürgerinnen und Bürger sprechen sich gegen eine dringend notwendige soziale Integration in dieser Stadt aus. Und viel zu vielen Hamburgern scheinen die Kinder und damit die Zukunftschancen unserer Stadt nicht einmal wichtig genug, um überhaupt mit abzustimmen“, so Stefanie von Berg, die Sprecherin der Elterninitiative PROSchulreform Hamburg. Den Befürwortern der Schulreform sei es leider nicht gelungen, genügend Hamburger zu mobilisieren und die Ziele und Chancen der Primarschule ausreichend deutlich zu machen. Das Ergebnis sei ein Rückschlag nicht nur für Hamburg, sondern für die Schulentwicklung in ganz Deutschland, für die Hamburg ein Vorreiter hätte sein können. „Die Tatsache, dass eine Minderheit von Besitzstandswahrern eine durchdachte und in jeder Hinsicht überfällige Reform verhindern konnte, bereitet uns für die Weiterentwicklung des Schulsystems große Sorgen“, sagt Frau von Berg. „Ebenso zeigte sich einmal mehr das Problem der Mediendominanz in Hamburg, das eine ausgewogene Information von Anfang an verhindert hat.“

 

Frau von Berg erklärt weiterhin, dass sich die Elterninitiative nicht auflösen, sondern auch zukünftig den Reformprozess kritisch-konstruktiv begleiten werde. Dies beträfe insbesondere das noch bestehende Schulgesetz und die Vereinbarungen des überparteilichen Schulfriedens. Beides mache nach Ansicht der Initiative ohne das neue längere gemeinsame Lernen in der Primarschule so keinen Sinn mehr. Jetzt gelte es, alle erforderlichen Ressourcen in den sozialen Brennpunkten der Stadt und auch in den Stadtteilschulen einzusetzen – das bedeute, sie an anderer Stelle abzuziehen. Es mache beispielsweise keinen Sinn, die Klassenfrequenzen in Gebieten mit einem hohen Sozialindex und in den Gymnasien so klein zu halten. Vielmehr sei es nun, da die soziale Integration durch die Abwahl des längeren gemeinsamen Lernens abgelehnt wurde, wichtig, Ressourcen durch eine sozial gerechte Umsteuerung beispielsweise in zusätzliches sozialpädagogisches Personal in den Gebieten mit einem niedrigen Sozialindex, in kostenlose Nachhilfe und in kleine Klassen in den Stadtteilschulen zu investieren. „Das erscheint uns jetzt vordringlich, um Bildungschancen besser zu verteilen und damit den sozialen Frieden in Hamburg zu gewährleisten. Kinder sollen Leistungsträger, nicht -empfänger werden.“

Nach Einschätzung der Elterninitiative PROSchulreform Hamburg steht außerdem zu befürchten, dass der Reformprozess hinsichtlich der Neuen Lernkultur unterbrochen werde. Viele Lehrkräfte würden nach dieser verlorenen Chance enttäuscht und demotiviert sein. Das schwäche zusätzlich die Leistungsfähigkeit der Hamburger Schulen. „Wir werden uns leider weiterhin in der unteren PISA-Liga aufhalten“, erklärt Stefanie von Berg, „nicht nur, weil wir sozial benachteiligte Kinder im Stich lassen, sondern auch, weil wir den leistungsstarken Kindern die Vorteile des längeren gemeinsamen Lernens vorenthalten und sie nicht angemessen fördern.“

 

Man dürfe aber auch nicht übersehen, dass sich über 218.065 Menschen dieser Stadt explizit für die Primarschule ausgesprochen hätten, so Frau von Berg. „Das ist eine enorme Zahl, vor allem wenn man bedenkt, dass dies der erste Volksentscheid in der Bundesrepublik war, bei dem man FÜR einen Beschluss der Politik stimmen musste.“

 

 

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PROSchulreform Hamburg e. V.

 

 

Offener Brief an Dr. Henning Voscherau

- Einladung zur Hospitation  -  

 

 

Hamburg, 15.07.2010 

 

 

Sehr geehrter Herr Dr. Voscherau,

 

 

mit großem Erstaunen haben wir heute Ihren Gastbeitrag im Hamburger Abendblatt gelesen. Alle Mitglieder der Elterninitiative „PROSchulreform Hamburg e. V.“ haben Kinder im schulpflichtigen Alter – größtenteils an innovativ arbeitenden Schulen - und wissen ganz genau, warum wir uns so sehr für die Primarschule einsetzen. Wir wissen auch ganz genau, wovon wir sprechen, wenn wir über Schule und Unterricht reden – da wir mittendrin stecken und extrem guten Einblick haben. Alle unsere aktiven Mitglieder sind in den entsprechenden Elternräten engagiert, haben in ihren Schulen hospitiert und sind teilweise selber Lehrkräfte.

 

 

Wir möchten in diesem Brief nicht auf Ihre Äußerungen zum politischen und medialen Prozess eingehen (die wir durchweg nicht teilen) – wir möchten Sie herzlich einladen, sich einmal Unterricht anzuschauen, wie er bereits an vielen innovativen Schulen praktiziert wird. Der Grund für unsere Einladung lässt sich aus Ihren wiederholten Äußerungen ableiten, begabte Kinder würden durch die Primarschule gebremst, „durch ‚nervende’ Wiederholung, Langeweile, Unterforderung“. Ganz offensichtlich haben Sie bislang noch keine der vielen Schulen in Hamburg besucht, die bereits mit der Neuen Lernkultur arbeiten. Diese Schulen gibt es zahlreich sowohl im Primar- als auch im Sekundarbereich – hier muss kein Kind das üben, was es eh schon kann, sondern kann sich mit anspruchsvolleren Aufgaben auseinander setzen. Ganz nebenbei lernt es zusätzlich, wichtige Kernkompetenzen – wie nachhaltig und laut von der Handwerkskammer gefordert – zu erwerben: Lernkompetenz, Sozialkompetenz, kommunikative Kompetenz und nicht zuletzt Selbstkompetenz.

 

 

Diese Einladung sprechen wir völlig unabhängig vom Volksentscheid aus. Ein wesentlicher Baustein der Reform wird – unabhängig vom Ausgang des Volksentscheides – die Neue Lernkultur sein. Wir arrangieren gerne eine Hospitation an einer Hamburger Schule nach den Sommerferien, bei der Sie Gelegenheit zum Gespräch mit Eltern, Lehrkräften – und vor allem den beteiligten Kindern - erhalten. Über eine Rückmeldung würden wir uns freuen.

 

 

Freundliche Grüße,

 

 

Dr. Stefanie v. Berg

 

 

Elterninitiative "PROSchulreform Hamburg e. V."

www.proschulreform.de

Pressesprecherin:

Dr. Stefanie v. Berg (0152/01996848)

E-Mail: stefanie.von.berg@proschulreform-hamburg.de

Pressemitteilung

 

Hamburg, 23.06.2010

 

 

 

Zur internen PISA-Bildungsstudie und dem Leistungsvergleich in den Bundesländern

 

 

In diesen Tagen wird wieder viel Aufmerksamkeit auf den nationalen Ländervergleich gerichtet. Bei der Länderplatzierung zeichnet sich ein altbekanntes Muster ab, da es ein Nord-Süd-Gefälle gibt: Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen haben die Nase vorn, die hinteren Plätze belegen wieder Bremen, Berlin und Hamburg. Ein klares Merkmal der hinteren Plätze ist, dass sie von Stadtstaaten belegt werden. Stadtstaaten mit einer Ballung von spezifischen sozialen Problemen, wie z.B. Migration, einem hohen Anteil von Alleinerziehenden und einem größeren Armutsrisiko. Diese Probleme schlagen sich in den Bildungsergebnissen nieder.

 

„Eine wirkliche Transparenz beim Ländervergleich ist leider immer noch nicht vorhanden. Aus Gründen der Vergleichbarkeit ist es geboten, einen nationalen Großstadtvergleich zu bekommen,“ so Stefanie von Berg, „damit die Bundesländer ihre wirklichen Anstrengungen in der Bildungspolitik vergleichen können. Flächenstaaten können ihre Großstadtprobleme durch die ländlichen Gebiete kaschieren. Bedauerlicherweise legen die Länder ihre Zahlen nicht offen.“

 

Beim internen PISA-Test zeichnet sich ab, dass es in Deutschland immer noch nicht gelingt, sowohl gute Leistungen als auch eine starke Bildungsbeteiligung von Schülern zu erzielen. Bayern hat gute Leistungen, aber die Chance für ein Arbeiterkind auf ein Gymnasium zu gehen ist 6,6-mal schlechter als die eines Akademikerkindes - trotz gleicher Leistungen. Das gute Abschneiden bayerischer Gymnasien lässt sich mit der starken Selektion erklären, die dazu führt, dass es in den Haupt- oder Realschulen Schüler gibt, die in Hamburg durchaus noch (anfänglich) im Gymnasium beschult würden. Somit sind die Gymnasiasten in Bayern – ohne Elternwahlrecht - hoch selektiert. In Hamburg ist die Gerechtigkeit ein klein wenig besser, trotzdem sind die Schulleistungen nicht zufrieden stellend.

 

Mit Blick auf den demographischen Wandel und die Anforderungen in der Wirtschaft ist es weiterhin notwendig, für mehr Chancengerechtigkeit und höhere Bildungsbeteiligung bei den nationalen PISA-Siegern zu sorgen, sowie insgesamt die Leistungen der Schüler zu steigern. Dies auch deshalb, weil auch die guten Ergebnisse der deutschen PISA-Sieger im Vergleich zu Finnland oder Kanada nach wie vor stark abfallen.

 

Für Hamburg zeichnen sich erfreuliche Akzente, wie das Abschneiden in Englisch, erwartungsgemäß ab (siehe auch LAU 13). „Das gute Abschneiden aller Kinder in Englisch zeigt, dass der flächendeckende frühe Englischunterricht seine Früchte trägt. Auch die Kinder mit Migrationshintergrund können ihre sprachliche Kompetenz gut einsetzen, um eine weitere Fremdsprache zu erwerben“ so von Berg. „Insgesamt sind die Ergebnisse kein Grund zum Jubeln – die schwachen Schüler in Hamburg sind extrem schwach, die soziale Ungerechtigkeit hoch und die Leistungen der Hamburger Gymnasien liegen signifikant unter dem deutschen Mittelwert. Die Schulreform ist dringend nötig.“

 

Elterninitiative "PROSchulreform Hamburg e. V."

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Dr. Stefanie v. Berg (0152/01996848)

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Pressemitteilung

 

Hamburg, 15.06.2010

 

 

 

Bund der Steuerzahler missachtet das Gebot der politischen Neutralität

 

„Mit dem heutigen Positionspapier hat der Verein „Bund der Steuerzahler Hamburg e. V.“ eindeutig gezeigt, dass er das selbst postulierte Gebot der politischen Neutralität missachtet“, erklärt PROSchulreform-Sprecherin Stefanie von Berg. Das Positionspapier mache deutlich, so von Berg, dass der Verein eindeutig für die Initiative um Herrn Scheuerl Position bezieht. Darüber hinaus stelle es die gesamte Schulreform – und bei weitem nicht nur die Primarschule, um die es beim Volksentscheid geht - aufgrund der zu investierenden Kosten in Frage. „Mit diesem Positionspapier werden die Bürgerinnen und Bürger bewusst in die Irre geführt, denn es werden Kosten aufgeführt, die auch bei einem verlorenen Volksentscheid kommen werden. Dass der Bund der Steuerzahler – der ausschließlich für finanzielle Fragen gegründet wurde – auch noch inhaltlich Stellung bezieht und unter anderem fälschlicherweise behauptet, Hamburg befinde sich laut PISA im zufrieden stellenden Mittelfeld, das geht weit über die eigentliche Funktion dieses Vereins hinaus“, so von Berg. „Der Verein missachtet darüber hinaus völlig die Tatsache, dass die Folgekosten für die zahlreichen Schulabbrecher und Risikoschüler die kommenden Generationen in einem nicht überschaubaren Maße belasten werden.“

 

Elterninitiative "PROSchulreform Hamburg e. V."

www.proschulreform.de

Pressesprecherin:

Dr. Stefanie v. Berg (0152/01996848)

E-Mail: mail@focken-vonberg.de

Pressemitteilung

 

Hamburg, 06.05.2010

 

 

 

Tiefpunkt der Diskussion erreicht

 

„Mit diesem Statement haben wir den Tiefpunkt der Diskussion erreicht“, erklärt PROSchulreform-Sprecherin Stefanie von Berg zum Brief von 47 Hamburger Ärzten. Die Mediziner erklärten, die Einführung der Primarschule könne „junge Fachärzte“ mit Blick auf die schulische Bildung ihrer Kinder davon abhalten, „sich in Hamburg zu bewerben“. Auch Chefärzte und Professoren könnten bei ihren Bewerbungen um Hamburg einen Bogen machen, weil sie kein altsprachliches Gymnasium ab Klasse 5 fänden. „Vielleicht hat es sich bei den Ärzten noch nicht herumgesprochen, dass man auch künftig in Hamburg Latein und Griechisch lernen kann. Und angesichts der Zahl von 30 Prozent der Jugendlichen, die nicht richtig lesen und schreiben können, ist diese Frage geradezu lächerlich“. Die Mitglieder von PROSchulreform sind fassungslos darüber, welche Rolle ein derart substanzloser Brief in einigen Medien der Hansestadt spielt.„Wir haben nicht das Gefühl, dass die Unterzeichner kundig über schulische Fragen Auskunft geben können und sind empört darüber, dass das besondere Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient derart missbraucht wird.“

 

 

Dabei, so Stefanie von Berg, sei das Thema Medizin und Schule ein sehr wichtiges. „Es ist bekannt, dass viele Kinder bereits in der Grundschule einen hohen Leistungsdruck verspüren, der sie gesundheitlich belastet.“ Prüfungs- und Versagensängste seien bereits weit verbreitet, was jeder Kinder- und Jugendarzt bestätigen könne. „Gerade eine Schule mit längerem gemeinsamem Lernen, eine Schule ohne Notenstress und ohne Sitzenbleiben wird den Kindern am besten gerecht.“ Und was die vermeintlich guten Standorte betrifft: In München (also in dem von den Reformgegnern immer so gelobtem Bayern) haben sich gerade auf 60 freie Plätze der teuren, kommerziellen Phorms-Schule (Schulgeld bis 900 Euro im Monat) 1.800 Eltern für ihre Kinder beworben.

 

 

Elterninitiative "PROSchulreform Hamburg e. V."

www.proschulreform.de

Pressesprecherin:

Dr. Stefanie v. Berg (0152/01996848)

E-Mail: stefanie.von.berg@proschulreform-hamburg.de

 

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Pressemitteilung der Schulverbesserer/Chancen für alle zum Aufruf der Mediziner
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Pressemeldung

 

Hamburg, 03.05.2010

 

Bayrischer Philologenverband argumentiert ohne Belege

 

PROSchulreform Hamburg ist irritiert über die Pressemitteilung des Bayrischen Philologenverbandes. Der Verband zitiert eine Aussage von 2003 des stellvertretenden Direktors des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung, Professor Hasselhorn. Dieser konstatiert, entwicklungspsychologisch sei eine Verlängerung der Grundschulzeit nicht sinnvoll. „Diese Aussage ist an keiner Stelle empirisch belegt und stellt keinerlei Zahlenmaterial zur Verfügung. Vor allem geht der Philologenverband nicht auf die Re-Analyse der ELEMENT-Studie durch Professor Baumert ein, der zufolge die Kinder, die länger auf der Grundschule in Berlin verbleiben, gute Leistungen erbringen. Ein schädlicher Einfluss ist wissenschaftlich nicht feststellbar und entsprechende Behauptungen sind unredlich“, so Stefanie von Berg, die Sprecherin von PROSchulreform Hamburg. „Auch für die Behauptung,  eine sechsjährige gemeinsame Primarbeschulung habe für die meisten Kinder mehr Entwicklungsnachteile als –vorteile, führt der Verband keinerlei Studien an oder begründet dies in irgendeiner Weise,“ so von Berg weiter. „Damit stehen sämtliche Behauptungen im wissenschaftlich luftleeren Raum und stehen im starken Kontrast zu dem, was beispielsweise Hamburger Erziehungswissenschaftler zur Entwicklung von Kindern darstellen.“

 

Elterninitiative "PROSchulreform Hamburg e. V."

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Pressemeldung

 

Hamburg, 04.03.2010

 

Die Mehrheit der Eltern

 

"PROSchulreform Hamburg e. V." freut sich über den Schulfrieden, der nun durch die Verabschiedung des Änderungsgesetzes in der Bürgerschaft geschlossen ist. „Die Schulreform wird bewirken, dass die Schulen besser werden,“ so Stefanie v. Berg, die Sprecherin der Initiative. „Damit hat die Bürgerschaft Partei für die Kinder in Hamburg ergriffen. Zudem unterstützt sie den Willen der Mehrheit der Eltern. Alle Eltern sehnen sich nach der bestmöglichen Förderung ihres Kindes – das wird jetzt umgesetzt. Durch kleinere Klassen, längeres gemeinsames Lernen, die Wiedereinführung der Lehrmittelfreiheit, die Einrichtung von 11. Klassen an den Stadtteilschulen, die Einführung des Elternwahlrechts nach der sechsten Klasse und nicht zuletzt durch einen modernisierten Unterricht, dem eine enorme Fortbildungsoffensive vorangeht.“

 

Elterninitiative "PROSchulreform Hamburg"

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Offener Brief

 

Hamburg, 27.02.2010

 

Sehr geehrter Herr Scheuerl,

 

wir möchten noch einmal unsere Einladung zum einem Besuch einer modernen Schule erneuern. Leider haben wir diesbezüglich noch nichts von Ihnen gehört, würde uns aber sehr über eine Nachricht freuen.

 

Mit freundlichem Gruß

 

Stefanie v. Berg

im Namen der Elterninitiative PROSchulreform Hamburg e. V.

 

Elterninitiative "PROSchulreform Hamburg e. V."

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Offener Brief

 

Hamburg, 24.02.2010

 

Die Elterninitiative PROSchulreform Hamburg lädt Dr. Walter Scheuerl zu einem Besuch einer modernen Schule ein


Sehr geehrter Herr Scheuerl,

wir haben das Gespräch mit Ihnen und der Senatorin Christa Goetsch heute Morgen auf Radio Hamburg gehört und möchten Sie gerne einladen! Wir wissen: Sie sind gegen die Schulreform und Sie äußern jede Menge Bedenken gegen die Strukturveränderungen und längeres gemeinsames Lernen. Dem Zitat von heute Morgen, „Das ist ein längeres einsames Lernen. Weil die Kinder nicht mehr gemeinsam mit ihren Mitschülern in der Stunde ein Unterrichtserlebnis haben," entnehmen wir, dass Sie noch keine wirkliche Vorstellung von den unterrichtlichen Veränderungen haben. Da Sie auch die dreimalige Einladung von Frau Goetsch, mit ihr gemeinsam eine Schule zu besuchen, ablehnten, möchten wir den Ball aufnehmen und Sie – sozusagen von Initiative zu Initiative – einladen!

 

Also: Wie wäre es, wenn Sie sich die von Ihnen „befürchteten“ Auswirkungen mal selbst ansehen würden? Man kann sie heute schon in vielen Schulen in Hamburg besichtigen. Sie können sich dort individualisierten Unterricht, soziale Integration, jahrgangsübergreifendes Lernen oder die Inklusion behinderter Kinder anschauen und sich direkt vor Ort über Lehrerteams und kompetenzorientierte Leistungsrückmeldungen informieren.

 

Wir laden Sie – gerne auch in Begleitung - ein: Besuchen Sie eine moderne Schule in Hamburg! In Kooperation mit einigen Schulleiterinnen und -leitern haben wir Ihnen ein Besuchsprogramm zusammengestellt:

 

  • Empfang durch die Schulleitung und Vertreter/innen von PROSchulreform Hamburg,
  • kurze (und verständliche) Einführung in die Konzeption der Schule,
  • Werkstatt- und/oder Projektunterricht in Echtzeit,
  • Abschlussdiskussion.

 

Wir würden uns freuen, wenn Sie unsere Einladung folgen könnten. Eventuell hilft es Ihnen nachzuvollziehen, warum viele Eltern diese Schulreform begrüßen und welche Vorteile sie für alle Kinder beinhaltet.

 

Mit freundlichem Gruß


Stefanie v. Berg im Namen der Elterninitiative PROSchulreform Hamburg

 

Elterninitiative "PROSchulreform Hamburg"

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E-Mail: mail@focken-vonberg.de

 

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Pressemeldung

 

Hamburg, 24.02.2010

Stellungnahme zu den Verhandlungen des Senats mit SPD und LINKE

PROSchulreform begrüßt es sehr, dass die Verhandlungen zwischen CDU, GAL, SPD und LINKE erfolgreich verliefen. „Dies ist ein großer Schritt in Richtung längeres gemeinsames Lernen, verbunden mit einem jahrelangen Schulfrieden“, konstatiert Stefanie von Berg, die Sprecherin der Elterninitiative PROSchulreform Hamburg e. V. „Die Einführung des Elterwahlrechts nach Klasse 6, die Wiedereinführung der Lernmittelfreiheit, der frühzeitige Arbeitsbeginn des Sonderausschusses, die Einrichtung von 11. Klassen an den Stadtteilschulen, die Einrichtung kleinerer Klassen – das alles sind Schritte, gegen die man eigentlich nicht sein kann.“ Nach Ansicht von PROSchulreform wird es nicht viele Schule geben, die von der ‚umgekehrten Freiwilligkeit’ bei der flächendeckenden Einführung Gebrauch machen werden. „Die allermeisten Primarschulen haben sich gut auf die Schulreform vorbereitet und haben die Zeit gut genutzt. Es ist ja auch nicht so, dass die Reform vom Himmel fällt – die Schulen werden bis zu flächendeckenden Einführung mehrere Jahre Zeit gehabt haben“, so von Berg.

 

Elterninitiative "PROSchulreform Hamburg"

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Hamburg, 10.02.2010

Zum Scheitern

 

 

"PROSchulreform Hamburg" ist erleichtert darüber, dass der Senat die Schulreform nicht weiter hat aufweichen lassen, auch wenn dies zum Scheitern der Verhandlungen um die Schulreform führt. Der Senat hat alles in seiner Macht Stehende getan, um einen Schulfrieden zu erreichen, sie ist der Initiative um Walter Scheuerl mit sehr großen Schritten entgegen gegangen. Sollte die Gruppe „Wir wollen lernen“ nicht wider Erwarten noch von ihren rückwärtsgewandten Forderungen Abstand nehmen, wird sich im dann unvermeidlichen Volksentscheid zeigen, dass die Befürworter der Schulreform die große Mehrheit in Hamburg darstellen.

 

Das Hamburger Schulsystem ist – wie in den meisten anderen Bundesländern auch – veraltet und fördert weder die leistungsstarken noch die leistungsschwächeren Schüler angemessen. Eine grundlegende Reform für eine stärkere Orientierung des Unterrichts am einzelnen Schüler und eine größere Chancengleichheit durch ein längeres gemeinsames Lernen ist daher unumgänglich. Nicht zuletzt die PISA-Studie hat gezeigt, dass unter den allein vergleichbaren Stadtstaaten Berlin mit seiner 6-jährigen Grundschule in allen Kompetenzbereichen deutlich vor Bremen und Hamburg liegt. Dem Versuch von „Wir wollen lernen“, die Erkenntnisse sämtlicher Studien und Erfahrungen zu ignorieren und die ungerechte Abhängigkeit des Bildungserfolges vom sozialen Status des Elternhauses zu zementieren, werden die Hamburger Wähler eine klare Absage erteilen und damit demonstrieren, dass der Bildungskonsens und der Bildungsfrieden nur über eine Modernisierung des Schulsystems erreicht werden kann. "PROSchulreform" ist gemeinsam mit "Chancen für alle"  (einer breiten Allianz, die praktisch alle gesellschaftlichen Gruppen umfasst) gut vorbereitet. Einem Volksentscheid sehen wir deswegen gelassen entgegen", sagt Stefanie von Berg, Sprecherin der Initiative PROSchulreform Hamburg.

 

Elterninitiative "PROSchulreform Hamburg"

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Pressesprecherin:

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Hamburg, 10.02.2010

 

 

 

 

 

Primarschule: Ja, bitte! Verunsicherung: Nein, danke!

 

Die Anmeldungen für die ersten Klassen und Vorschulen sprechen eine sehr deutliche Sprache: Hier werden die Primarschulen überrannt, die Anmeldezahlen sind teilweise um 30% gestiegen. "Wir freuen uns, dass sich die Hamburger Eltern für die Primarschule und die damit verbundene Veränderung des Unterrichts entscheiden", sagt Stefanie von Berg von "Chancen für alle" und "PROSchulreform". "Es zeigt uns, dass die Primarschule und die einzelnen Schulkonzepte sehr gut angenommen werden. Sehr erfreulich ist zudem die Tatsache, dass auch viele Kinder mit Gymnasialempfehlung für die Primarschule angemeldet wurden. Die Eltern, die ihre Kinder in der fünften Klasse von der Primarschule abmelden, sind ob des Fortgangs der Reform verunsichert. Die Eltern, Kinder und Schulen brauchen Verbindlichkeit, und zwar jetzt", sagt Stefanie von Berg. "Die Schulleitungen wie auch die Lehrkräfte der allermeisten Primarschulen sind darauf eingestellt und warten nur darauf, endlich anfangen zu können. Eine freiwillige, schrittweise Einführung erzeugt jedoch keine Planungssicherheit. Deswegen kämpfen wir für die verbindliche und schnelle Einführung der Primarschule, wie ursprünglich im Schulgesetz vorgesehen."

 

 

Pressesprecherin:

Dr. Stefanie v. Berg (0152/01996848)

E-Mail: mail@focken-vonberg.de

 

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Hamburg, 31.01.2010

SPD schwenkt auf die Schulreform ein

 

 

Endlich hat sich auch die Hamburger SPD klar zu den Zielen der Schulreform bekannt. Beim heutigen Neujahrsempfang sagte Fraktionsvorsitzender Michael Neumann: „Es ist auch unser Erfolg, dass heute alle Hamburger Parteien für das gemeinsame längere Lernen einstehen.“

Siegmar Gabriel als Bundesvorsitzender der SPD erinnerte die Hamburger SPD an ihre bildungspolitischen Grundüberzeugungen: „Wenn ich auf dem Neujahrsempfang des Hamburger Abendblattes bin, und die Verlagsvertreter dort für eine längere gemeinsame Schulzeit eintreten; ich finde, das ist ein Riesen Fortschritt. Wenn ihr das vor ein paar Jahren als Sozialdemokraten gefordert habt, dann gab’s auf solchen Veranstaltungen eher Pfiffe.“

Olaf Scholz als Landesvorsitzender sprach sich klar gegen die Freiwilligkeit der geplanten Schulreform aus, indem er sagte: „Dann muss auch jetzt und heute klar werden, was wann kommt.“ Er forderte außerdem eine Oberstufe mit Abiturmöglichkeit für jede Stadtteilschule.

Damit zeichnet sich eine deutliche Unterstützung der Hamburger SPD für die Schulreform ab, die längst überfällig war. Immerhin ist gerade die Überwindung der sozialen Spaltung durch längeres gemeinsames Lernen eines der Hauptanliegen sozialdemokratischer Bildungspolitik.

Auf dem Neujahrsempfang hat die Elterninitiative PROSchulreform Hamburg zusammen mit den Elternräten einiger Starterschulen ihre Stellungnahmen zur Schulreform an Michael Neumann und Olaf Scholz übergeben und sie gebeten, die Ziele der Schulreform aktiv zu unterstützen.

 

Elterninitiative "PROSchulreform Hamburg"

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Pressesprecherin:

Dr. Stefanie v. Berg (0152/01996848)

E-Mail: mail@focken-vonberg.de

 

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Hamburg, 29.01.2010

 

 

Herr Scheuerl und die Zahlen

 

 

Wieder einmal versucht Herr Scheuerl, Sprecher der Initiative "Wir wollen lernen!", durch Zahlenspiele zu beeindrucken. Leider ist das aktuelle Rechenbeispiel nicht korrekt. So behauptet er in seinem Rundschreiben vom 29.01.2010, die Schule Rellinger Straße habe nur eine Quote von Gymnasialempfehlungen von 53,1%, während der Eimsbütteler Schnitt bei 70,5% läge. Herr Scheuerl zitiert dabei aus der Antwort des Senats auf eine Große Anfrage der SPD vom 22.12.2009. Dort bezieht er sich auf die Vergleichszahl aus der REGION Eimsbüttel und ordnet die Schule Rellinger Straße in diese Region ein. Das ist falsch, denn die Schule Rellinger Straße gehört zur Region 9 (Stellingen). Die dortige Vergleichszahl lautet 48,3 Prozent (Anlage 3 der Antwort auf die Große Anfrage). Damit liegt die Schule Rellinger Straße mit 53,1 Prozent sogar ÜBER dem Durchschnitt ihrer Region.

"Sicher ist Herrn Scheuerl hier nur ein argloser Flüchtigkeitsfehler unterlaufen,"  so Stefanie von Berg, die Sprecherin der Elterninitiative PROSchulreform Hamburg. "Möglicherweise verwirrt ihn auch, dass die Schule Rellinger Straße im BEZIRK Eimsbüttel liegt und ein Bezirk mehrere Regionen umfasst – das sind wichtige Grundkenntnisse des Hamburger Verwaltungsaufbaus, die bei der statistischen Analyse helfen." PROSchulreform rät Herrn Scheuerl, die Anlage 4 der Großen Anfrage aufzuschlagen, aus der er selbst zitiert. Hier kann er entnehmen, dass die Vergleichszahl für den Bezirk bei 55,6 Prozent liegt. Die Schule Rellinger Straße liegt also nur geringfügig unter diesem Durchschnitt. Dabei sollte Herr Scheuerl allerdings berücksichtigen, dass dieser Durchschnitt auch die Schulen aus der REGION Eimsbüttel berücksichtigt, deren Schulen in der Regel einen höheren Sozialindex haben als die die Schule Rellinger Straße (KESS 3).

Zur Ergänzung ist anzuführen, dass die Clara-Grunwald-Schule in Neu-Allermöhe, die ebenfalls mit individualisiertem Unterricht und jahrgangsübergreifendem Lernen arbeitet, hinsichtlich der Gymnasialempfehlung sogar weit über dem Durchschnitt der Schulen mit einem vergleichbaren Sozialindex (hier: KESS 1) liegt. Liegt der Schnitt der Schulen mit KESS 1 bei etwa 23%, so hat die Clara-Grunwald-Schule eine Quote von 48,4%. Auch dies ist in derselben Antwort des Senats nachzulesen – wie auch die Tatsache, dass einige Schulen mit dem Sozialindex 6 (also dem höchsten Index) nur eine Gymnasialempfehlungsquote von unter 55% haben.

Als letzter Punkt sei erwähnt: War es nicht Herr Scheuerl, der ein Elternwahlrecht forderte, weil die Gymnasialempfehlungen so unzuverlässig sind? Es stellt sich letztendlich die Frage, warum gerade er die Quote als Qualitätskennzahl heranzieht.

 

 

Elterninitiative "PROSchulreform Hamburg"

www.proschulreform.de

Pressesprecherin:

Dr. Stefanie v. Berg (0152/01996848)

E-Mail: mail@focken-vonberg.de

 

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Pressemitteilung

 

Hamburg, 26 Januar 2010

 

Hamburg geht in Führung! Bildungschancen verwandeln!

 

 

 

Die Initiativen „Chancen für alle – Hamburger Allianz für Bildung“ und „PROSchulreform Hamburg“ werden am Mittwoch um 8:45 Uhr vor den Verhandlungen zur Schulreform demonstrieren, wie man in Sachen Bildungspolitik in Führung geht. Vor dem Rathaus wird ein Fußballtor aufgebaut, auf das alle Menschen, die Spaß am Kicken haben, schießen können. Hamburg hat nicht nur den HSV und St. Pauli – Hamburg hat auch eine Schulreform, die die Stadt ganz nach vorne in die Bildungs-Bundesliga schießen wird!

 

Die Initiativen wollen mit ihrer Aktion zeigen, dass die Vorschläge der Initiative „Wir wollen lernen!“ nicht akzeptabel sind:

Die „stufenweise Einführung von Primarschulen“ auf Basis von Freiwilligkeit führt ins Chaos. Bei diesem Vorschlag müssen sich die Schülerinnen und Schüler nach Klasse 6 in bestehende Klassenverbände eingliedern, zudem kommen sie aus verschiedenen Primarschulen mit unterschiedlichen Leistungsständen und Unterrichtsschwerpunkten. Die einzelne Stadtteilschule/das einzelne Gymnasium muss Plätze in nicht vorher bekannter Zahl freihalten. Darüber hinaus können Schülerinnen und Schüler unter Umständen nicht auf die Wunschschule, da dort bereits alle Plätze vergeben sind.

Zum Leistungsvergleich:

§       Qualitätssicherung „ja“ -  aber der von WWL geforderte Leistungsvergleich (u. a. Lernstand) zwischen Schülerinnen und Schülern der Primarschule und denen der Klasse 5/6 in weiterführenden Schulen ist seriös nicht durchführbar.

§       Ignoriert werden die unterschiedlichen Bedingungen in den Klassenstufen 5/6 (Primarschule/weiterführende Schule) durch jeweils ausgewählte Schülerschaften. Diese führen zu einer totalen Verzerrung in der 5./6. Klasse.

§       Ebenfalls ignoriert werden die schon heute bestehenden Leistungsunterschiede bei vergleichbaren einzelnen Grundschulen – gemessen durch die Lernstandserhebungen in Klasse 3.

 

Pressekontakt:

Dr. Stefanie von Berg
0152-01 99 68 48

 

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Pressemitteilung

 

Hamburg, 25.01.2010

 

Stellungnahme zum Kompromissangebot des Senats

 

 

PROSchulreform lehnt die Vorschläge des Senats zur stufenweisen und zunächst freiwilligen Einführung von Primarschulen deutlich ab.

 

Stellen wir uns das einmal in der Praxis vor: Für diesen Fall geht PROSchulreform davon aus, dass der Verbleib der Kinder auch in der Anmelderunde 2011 freiwillig ist; man kann schließlich Eltern juristisch nicht nach zweierlei Maß behandeln, je nachdem an welchem Schultyp ihre Kinder sind (Grundschule oder Primarschule). Bei – optimistisch gerechneten – etwa 80 Primarschulen würden circa 3.000 Schülerinnen und Schüler an den Primarschulen bleiben und 12.000 würden an die weiterführenden Schulen wechseln. Die Primarschülerinnen und –schüler würden dann erst im Jahr 2013 auf die weiterführenden Schulen wechseln und hätten erhebliche Probleme, weil die freie Wahl der Schulen erheblich eingeschränkt wäre – der Großteil der Schülerinnen und Schüler ihres Jahrgangs wäre dann ja bereits zwei Jahre an den weiterführenden Schulen gewesen. Wo sind dann noch genügend Plätze frei? An welchen Schulen kann eine ganze neue Klasse aufgemacht werden?

 

Zwar gilt dies jetzt auch für die Starterschulen, aber hier handelt es sich nur um vergleichsweise wenige Kinder, da aufgrund der großen Verunsicherung, die durch die Verhandlungen verursacht wurde, viele Eltern ihre Kinder nicht an den Primarschulen belassen. Das im Kompromissangebot dargelegte Modell würde DREI gesplittete Jahrgänge produzieren, die zwischen 2010 und 2013 erhebliche organisatorische Schwierigkeiten sowohl für die Primar- wie die weiterführenden Schulen bedeuten würden. Für die Profilgebung der Primarschulen und die Kooperation zwischen den Starterschulen und den weiterführenden Schulen würde sich eine Verzögerung negativ auswirken. Dies beträfe vor allem das Angebot der zweiten Fremdsprache und die Personalplanung. Die Starterschulen könnten nicht bereits geplante Übernahmen von Projekten durchführen, da die weiterführenden Schulen noch ein Jahr länger den Jahrgang 5 einrichten werden und die zukünftige Schülerzahl nicht klar ist.

 

Eine Reihe von weiterführenden Schulen würden vor allem 2011 keine oder nur eine 5. Klasse(n) einrichten können, insbesondere bei den neu eingerichteten Stadtteilschulen. Außerdem würden in diesen drei Jahren Primarschulen und weiterführende Schulen gegeneinander um Schüler und Schülerinnen konkurrieren. Und da es sich auch um ein strukturelle Konkurrenz handelt, ist es ein "Gegeneinander" und keine gesunde Konkurrenz. Von Planungssicherheit und Ruhe an den Schulen kann in dieser Phase keine Rede sein. Dies wiederum würde dazu führen, dass die Starterschulen ihre Starterkinder verlieren – denn Eltern brauchen Planungssicherheit.

 

Darüber hinaus wird der Konflikt um die Primarschule von der politischen auf die schulische Ebene verlagert. Der in der 2. Primarschul-Tranche 2010 vorgesehene "freiwillige Beschluss" der Schulkonferenzen kann zu erheblichen innerschulischen Konflikten führen (Eltern vs. Eltern, Lehrer vs. Lehrer, Schulleitung vs. Lehrer etc.), was viele Grundschulen im Jahr 2009 schmerzhaft erfahren mussten. Aus diesen Gründen fordert die Elterninitiative PROSchulreform den Senat deutlich auf, keine Kompromisse mehr zu machen – auch nicht in dem Fall, dass es nicht zur Einigung mit WWL und damit zum Volksentscheid im Sommer kommen sollte!

 

Elterninitiative "PROSchulreform Hamburg"

www.proschulreform.de

Pressesprecherin:

Dr. Stefanie v. Berg (0152/01996848)

E-Mail: mail@focken-vonberg.de

 

 

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Pressemitteilung

 

Hamburg, 21.01.2010

 

 

Die Initiative „Wir wollen lernen“ spricht von Bildungskonsens und Schulfrieden, setzt jedoch auf Spaltung.

 

Nach Bekanntgabe der Vorschläge für die 2. Verhandlungsrunde zeigt sich die Initiative „Wir wollen lernen“ weder konsensfähig noch willens, ernsthafte Kompromissvorschläge vorzulegen. Im Gegenteil: Anstatt eine dringend notwendige Reform zu unterstützen, versucht sie die Schullandschaft zu spalten und das gegenwärtige Schulsystem zu zementieren. Der Vorschlag, freiwillige Primarschulen auf 25% der Schulen bis 2016 zu beschränken und danach nur durch externe Gremien genehmigen zu lassen, ist, wenn ernsthaft vorgeschlagen, völlig realitätsfern.

Laut den vergangenen Umfragen ist die Mehrheit der Eltern für längeres gemeinsames Lernen, fordert jedoch ein Elternwahlrecht. Die meisten der Unterschriften beim Volksbegehren galten deshalb der Wiedereinführung des Elternwahlrechts. Der jetzige Vorschlag, dass nur für die Grundschulen das Elternwahlrecht bestehen bleiben soll, aber für die Primarschulen nicht, zeigt die wahren Beweggründe der Initiatoren: die Zementierung des gegenwärtigen Grundschulsystems in der jetzigen Form mit einer gewollte Abstrafung deren unterstützenden Eltern, die Elternwahlrecht und Primarschule wollten. Bei einem Scheitern der Verhandlungen bleiben diese Eltern mit ihren Unterschriften zusammen mit den restlichen Hamburger Kindern, Eltern und Schulen bis zum Volksentscheid in „Geiselhaft“.

Die Schulreform ist dringend geboten. Modellversuche und Vorbildprojekte haben in ausreichender Zahl stattgefunden. Die Reform wird von allen bildungsrelevanten Organisationen und Verbänden unterstützt. PISA, LAU, KESS und die internationalen Vergleiche sprechen eine überdeutliche Sprache: die soziale Ungerechtigkeit ist immens, die wirklich guten Gymnasialschüler werden viel zu wenig gefördert. Ein Blick in die Hamburger Schullandschaft zeigt: Elternräte, Lehrkräfte und Schulleitungen sind zu einem überwältigenden Teil für die Schulreform.

Die Schulreform wurde in einem aufwendigen Prozess, in dem alle Beteiligten eingebunden waren, über zwei Jahre vorbereitet. Individualisierter Unterricht, moderne Leistungsmessung und längeres gemeinsames Lernen sind die Kernpunkte dieser Reform, mit denen Hamburg wieder zaghaft Anschluss an internationale Bildungsstandards gewinnen könnte. Alle Hamburger Eltern müssten diese Verbesserungen uneingeschränkt befürworten können, da sie allen Kindern, den leistungsstarken wie den leistungsschwächeren, zu Gute kommen würden. Es könnte also Schulfrieden herrschen. Eine Aufbruchstimmung ist in der Hamburger Schullandschaft entstanden, die bereits jetzt wichtige Fortschritte gebracht hat. Dieser Prozess darf nicht gestoppt werden. Deshalb:

  • Keine Kompromisse gegenüber "Wir wollen lernen" bei der Einführung der Primarschule!
  • Schulreform jetzt! Für Alle! Für längeres gemeinsames Lernen!

 

Dr. Stefanie v. Berg

Pressesprecherin

PROSchulreformHH

Mobil: 0152-01996848

www.proschulreform.de

 

 

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Offener Brief an Christa Goetsch und Ole von Beust

Hamburg, 20. Januar 2010

 

Sehr geehrte Frau Goetsch, sehr geehrter Herr von Beust,

wir sind Eltern schulpflichtiger Kinder in Hamburg und unterstützen Sie bei der Umsetzung der Schulreform.

Mit Sorge beobachten wir, dass bei den Verhandlungen mit der Initiative 'Wir wollen lernen' immer weitere Inhalte des Reformvorhabens aufgeweicht werden. Wir möchten, dass die Schulreform in vollem Umfang erhalten bleibt, weil sie aus unserer Sicht bereits jetzt einen Kompromiss darstellt.

Auf jeden Fall müssen jedoch die verbindliche Einführung der 6-jährigen Primarschule, des zweigliedrigen weiterführenden Schulsystems mit Gymnasium und Stadtteilschule, die Verbesserung der Qualität des Unterrichts durch Individualisierung und die Abschaffung des Sitzenbleibens durchgesetzt werden.

Wir meinen, dass der geplante schulbegleitende Rückmeldungsprozess von Klasse 1 bis 6 zu einer zwischen Schülern, Eltern und Lehrern einvernehmlichen Wahl der weiterführenden Schule führen wird und halten ein Elternwahlrecht nach Klasse 6 wegen der damit verbundenen Probleme bei der praktischen Umsetzung für nicht sinnvoll. Wir wissen aber auch, dass viele Eltern nur wegen des Wegfalls des Elternwahlrechts der Schulreform kritisch gegenüberstehen. Wir wehren uns deshalb nicht gegen einen Kompromiss in diesem Punkt.

Allerdings verwehren wir die Zustimmung zu weitergehenden Zugeständnissen gegenüber der Initiative "Wir wollen lernen" und bitten Sie daher:

Halten Sie an den ursprünglichen Zielen der Schulreform fest!

Lassen Sie sich nicht auf faule Kompromisse ein.

Lassen Sie nicht die Initiative um Herrn Scheuerl über die Zukunft unserer Kinder entscheiden.

 

Mit freundlichen Grüßen,

 

PROSchulreform Hamburg e.V.

www.proschulreform.de

 

 

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Pressemitteilung

 

Die Elterninitiative PROSchulreform Hamburg nimmt Stellung zum Stand der Verhandlungen bezüglich
der Schulreform

Hamburg, den 18.01.2010

 

Die Forderung von „Wir wollen lernen“, das Elternwahlrecht nach Klasse 4 zu erhalten, verhindert jede Veränderung des Schulsystems hin zu dem dringend gebotenen längeren gemeinsamen Lernen. Wörtlich sagte Herr Scheuerl: „Wir finden ein Elternwahlrecht nach Klasse 6 falsch.“ Damit wird mehr als deutlich, dass es ihm gar nicht darum geht, die Entscheidung der Eltern für den Bildungsweg ihrer Kinder zu respektieren, sondern darum, um jeden Preis eine Modernisierung des Schulsystems zu verhindern. Herr Scheuerl behindert damit zunehmend auch die bereits erfolgreich durchgeführten Reformschritte, die als längst überfällige Reaktion auf die PISA-Katastrophe eingeleitet worden sind und verunsichert gezielt die reformwilligen Eltern, Schulleitungen und Lehrkräfte. Dieser Kurs kann nicht im Sinne derjenigen sein, die bei dem Volksbegehren im Herbst letzten Jahres unterschrieben haben. "Den meisten Menschen, die auf den Listen unterschrieben haben, ging es vor allem um das Elternwahlrecht", so Stefanie von Berg von PROSchulreform Hamburg. "Längeres gemeinsames Lernen war für die wenigsten der Unterzeichner der Grund zum Unterschreiben. Herr Scheuerl macht mit seiner Haltung deutlich, dass er sich nicht bewegen will und vermutlich nie bewegen wollte. Der Senat hat bereits ein weitgehendes Angebot gemacht, das abgelehnt wurde. Auch wir bereiten uns jetzt auf einen Volksentscheid vor", so von Berg abschließend.

 

Kontakt

Dr. Stefanie v. Berg

Pressesprecherin

Telefon: 040-42911361 oder 0152-01996848

E-Mail: mail@focken-vonberg.de

www.proschulreform.de

 

 

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