Einige Zahlen zur Reform - Fakten und Hintergründe

Zahlen zu Risikoschüler/innen

30%     -  "Risiko-Schüler/innen" gibt es laut PISA 2000 in Hamburg

23%     -  "Risiko-Schüler/innen" gibt es laut PISA 2000 in Deutschland

 

Als "Risiko-Schülerinnen und Schüler" werden in den PISA-Studien die 15jährigen Jugendlichen (zumeist Ende der 9. Klasse) bezeichnet, die im Lesen und in Mathematik nur Leistungen auf dem  Niveau der 4. Klasse erreicht haben. Ihr Zukunftschancen im Leben und auf dem ersten Arbeitsmarkt gelten als stark gefährdet. 

Zahlen zur Chancenungleichheit

87 Punkte -  durchschnittlicher Vorsprung der sozial stärksten gegenüber der sozial schwächsten Schülergruppen (15jähige) bei PISA 2006 in der Lesekompetenz (50-70 Punkte entsprechen etwa einem Schuljahr).

Wichtig ist dabei, dass Kinder aus sozial schwächeren Familien nicht "dümmer", sondern schlechter gefördert sind.

31,0%   -  Einfluss von Schule und Unterricht auf die Leseleistung (PISA 2000)

28,3%   -  Einfluss von Schule und Unterricht auf die Mathematikleistung (PISA 2000)

29,4%   -  Einfluss von Schule und Unterricht auf die Leistung in Naturwissenschaften (PISA 2000)

 

66,0%   -  Einfluss der Familie auf die Leseleistung (PISA 2000)

62,0%   -  Einfluss der Familie auf die Mathematikleistung (PISA 2000)

62,8%   -  Einfluss der Familie auf die Leistung in Naturwissenschaften (PISA 2000)

PISA-Bundesländervergleich

15.    - Platz, den Hamburg im Vergleich aller 16 Bundesländer bei PISA-E 2006 belegt

8       - von 16 Bundesländern in Deutschland haben kein Elternwahlrecht nach der Grundschule

5       - Anzahl der Bundesländer ohne Elternwahlrecht in den TOP 5 bei PISA-E 2006: Sachsen, Bayern, Thüringen, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt

2,3    - Notendurchschnitt, den eine Schülerin / ein Schüler in Bayern benötigt, um das Gymnasium besuchen zu dürfen

 

Anmerkung: Der PISA-Bundesländervergleich ist nicht unproblematisch, weil hier Stadtstaaten wie Hamburg mit Flächenländern verglichen werden. Bayern hat einen Großstädtevergleich immer abgelehnt. Bildungsexperten sind sich jedoch darin einig, dass München z.B. ähnlich Ergebnisse wie Hamburg, Bremen und Berlin haben würde.

Zahlen zu den Schulen

344  -  Zahl der staatlichen allgemeinbildenden Schulen in Hamburg (alle Zahlen in 2008)

63     -  ... davon Gymnasien

210   -  ... davon Grundschulen (sowie Gesamtschulen, Gymnasien und GHR mit Grundschulzweig)

40     -  ... davon Gesamtschulen

39     -  ....davon Sonderschulen und Förderschulen

53     -  ... davon Grund-, Haupt- und Realschulen (GHR)

148  -   ... dieser Schulen haben einen Ganztagsbetrieb

45     -  Zahl der staatlichen berufsbildenden Schulen in Hamburg

 

52     -  Zahl der privaten allgemeinbildenden Schulen in Hamburg

17     -  Zahl der privaten beruflichen Schulen in Hamburg

164    -    Anzahl der neuen Primarschulen

40      -    ... davon Primarschulen mit Zubaubedarf

107    -   ... davon Primarschulen mit einem Standort

0        -    Grundschulstandorte, die geschlossen werden

0        -    Gymnasien, die im Zuge der Reform geschlossen werden

2        -    Gymnasien, die im Zuge der Reform neu geründet werden

51      -    Zahl der neuen Stadtteilschulen 

Zahlen zu den Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften

215.521   -    Anzahl der Hamburger Schülerinnen und Schüler an staatlichen Schulen (ohne VSK und Erwachsenenbildung) im September 2009

20.321    -     Anzahl der Hamburger Schülerinnen und Schüler an privaten Schulen (ohne VSK und Erwachsenenbildung) im September 2009

12.026    -     Lehrerstellen standen 2007/2008 für 173.891 Schülerinnen und Schüler an staatlichen allgemeinbildenden Schulen zur Verfügung (also ohne berufliche Schulen und private Schulen)

Zahlen zu den Regionalen Bildungskonferenzen (RSK)

22     -    Regionalen Bildungskonferenzen, in denen alle Beteiligten einer Region die Vorschläge die zukünftige Schulstruktur erarbeitet haben

5 mal -   haben sich alle 22 RSKs getroffen und die regionale Schulentwicklung vorgeschlagen

2000  -   Personen haben an den RSK teilgenommen: Schulleitungen, Lehrkräfte, Eltern, Schüler/innen und Beobachter/innen

 

Die Schulbehörde (BSB) hat diese Empfehlungen im Sommer 2009 zur Grundlage der Standort- und Schulstrukturentscheidungen des Schulentwicklungsplans 2010-2017 gemacht.

70%  -   der Entscheidungen folgten einem eindeutigen Votum der RSK

22%  -   der Entscheidungen folgten einem von mehren Alternativvorschlägen der RSK

8%    -   der Entscheidungen stellten eine Modifizierung eines RSK-Vorschlags dar

3 mal -  hat die BSB (von etwa 380 Entscheidungen insgesamt) eine gänzlich andere Entscheidung getroffen, als von der RSK vorgeschlagen

19     -    Veränderungen der Endfassung des Schulentwicklungsplans wurden nach Einwendungen vorgenommen

Zahlen zu Abschlüssen

8,2%     - der Abgänger in Hamburg verließen 2008 die Schule ohne Schulabschluss

21,4%   - der Abgänger in Hamburg verließen 2008 die Schule mit Hauptschulabschluss

29,3%   - der Abgänger in Hamburg verließen 2008 die Schule mit Realschulabschluss

39,1%   - der Abgänger in Hamburg verließen 2008 die Schule mit Abitur

Zahlen zum Volksbegehren

184.500  -   Unterschriften, die die Initiative WWL gegen die Reform gesammelt hat

10-20%   -   Quote, der Unterschriften, die erfahrungsgemäß bei Volksbegehren ungültig sind

1 €           -    Betrag, den von WWL angeheuerte studentischen Sammler je Unterschrift erhielten

Quellen:

Die meisten dieser Daten sind der Herbststatistik 2009 der Schulbehörde, dem Hamburger Bildungsbericht 2009 und den PISA-Studien entnommen. Wichtige Quellen sind auch die Veröffentlichungen der Schulbehörde zum Fortgang der Reform.