Die Maßnahmen der Reform - eine Auswahl
Ab der 1. Klasse
- Kleineren Klassen
Die Klassengröße spielt für die Unterrichtsqualität eine wichtige Rolle. - Englischangebot
Schon ab Klasse 1 soll in Zukunft Englisch unterrichtet werden, um unsere Kinder fit für die Welt zu machen. (Alternativ kann von der Schule eine andere Fremdsprache ab der 1. Klasse gewählt werden.) - Unterricht individualisieren
Jedes Kind lernt anders. Wenn es individuelle gefördert wird lernt es schneller, mehr und mit mehr Motivation als im herkömmlichen Frontalunterricht. - Bessere Erfolgskontrolle
Schüler brauchen mehr als Noten. Mit jedem Kind wird zweimal im Jahr ein Gespräch geführt über seine Erfolge, seine Schwächen und seine Ziele für das kommende Halbjahr. - Lehrerinnen und Lehrer arbeiten in Teams
Niemand kann alles gleich gut – auch Lehrer nicht. Da ist es gut, sich zu ergänzen und eine Klasse gemeinsam zu führen. - Keine Klassenwiederholung
- Wenn Kinder gemeinsam und individuell lernen, ist das „Sitzenbleiben“ überflüssig. Das zeigen uns auch unsere europäischen Nachbarn.
Ab der 4. Klasse
- Viele Kinder beginnen sehr früh, fachliches Interesse zu entwickeln. Mit der Schulreform, kommt neben den obigen genannten Verbesserungen, der
Fachunterricht in Form von Naturwissenschaften/Technik und Gesellschaftswissenschaften hinzu. Ab der 5. Klasse können sie im Wahlpflichtbereich ihre Interessen vertiefen. Sie wählen z.B. eine zweite Fremdsprache oder ein zusätzliches Angebot in Gesellschaftswissenschaften bzw. Naturwissenschaften und Technik.
Möglich sind auch Musik, Bildende Kunst und Darstellendes Spiel oder der Bereich Sport und Bewegung. Alternativ gibt es ein Förderangebot in Deutsch, Mathematik und der ersten
Fremdsprache.
Bisher wurden diese Fachgebiete aber erst ab Klasse 5 unterrichtet, was neben der neuen Klassengemeinschaft, neuer schulischer Umgebung und neuen Lehrern, für die Kinder eine große Herausforderung ist und nicht selten zu Schulstress führt. Durch die Verlagerung in Klasse 4 und die sechsjährige Primarschule, wird dieses deutlich entzerrt und die Kinder können ihre fachlichen Interessen früher entfalten.
Ab der 7. Klasse
- Profile
Schulen können unterschiedliche Angebote machen, um den Neigungen der Schüler entgegenzukommen. Dabei sind die Kernfähigkeiten natürlich in allen Profilen enthalten. - Individuelle Förderung
Individualität ist keine Frage des Alters. Darum ist auch in den höheren Klassen das stärkere Eingehen auf den einzelnen Schüler überfällig. - Keine Klassenwiederholungen
Wo individualisiertes Lernen gelebt wird, ist die Klassenwiederholung überflüssig. - Erweiterte Leistungsrückmeldungen und –bewertungen.
Jeder Schüler hat den Anspruch auf eine inhaltliche Diskussion seines Leistungsstandes unabhängig von den Noten. Nur so kann er seine Ziele selbst mitbestimmen.



